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Zeitarbeit Franfurt


Werkverträge

 

Der Unterschied zur Arbeitnehmerüberlassung

Die Abgrenzung zwischen Arbeitnehmerüberlassung und Werkvertrag hat für die Praxis eine erhebliche Bedeutung:

  • aktuell könnte der Wekvertrag eine Renaissance erleben, wenn für die Zeitarbeit Mindestlöhne eingeführt werden.
  • Bei einer gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung benötigt der Verleiher eine Erlaubnis, deren Fehlen zu einem Arbeitsverhältnis des Leiharbeitnehmers mit dem Entleiher führt (§§ 9, 10 AÜG).
  • Ferner ist gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung im Baugewerbe nur sehr eingeschränkt zulässig (§ 1 b AÜG).
  • Bei Zeitarbeitsverhältnissen haftet der Kunde für die Abführung des Gesamtsozialversicherungsbeitrags durch das Zeitarbeitunternehmen, bei einem Werkvertrag entfällt diese Haftung.
  • Bei einer Arbeitnehmerüberlassung ohne Erlaubnis besteht die Haftung des Kunden zusätzlich für die Abführung der Lohnsteuer.
  • Der Einsatz ausländischer Arbeitnehmer ist häufig mit größeren rechtlichen Schwierigkeiten verbunden, als der Einsatz von Werkskolonnen oder Selbständigen, da die entsprechende Erlaubnisse oft nicht erteilt werden. Häufig wird deshalb auf „Werkvertragskonstruktionen“ ausgewichen, die im Rahmen der Richtlinien der EU über die Dienstleistungsfreiheit in größerem Umfang zulässig sind.
  • Die zivilrechtliche Haftung bei Werkvertrag und Arbeitnehmerüberlassung unterscheidet sich grundlegend. Während der Unternehmer beim Werkvertrag für den Erfolg haftet, hat er bei der Arbeitnehmerüberlassung nur dafür einzustehen, dass seine Arbeitnehmer die vereinbarte Qualifikation besitzen.

Für die Abgrenzung von Werkvertrag und Arbeitnehmerüberlassung sind vor allem die folgenden Aspekte entscheidend:

  • Ausübung des Weisungsrechts gegenüber dem Fremdpersonal, dies ist das Hauptkriterium. Erteilt der Auftraggeber den Arbeitnehmern selbst Weisungen, liegt kein Werkvertrag sondern nur Arbeitnehmerüberlassung vor;
  • Vereinbarung eines konkreten werkvertragsfähigen Leistungsgegenstands zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer;
  • Einsatz des Fremdpersonals nur innerhalb des vereinbarten Leistungsgegenstandes;
  • Organisation der zur Erreichung des Vertragszieles notwendigen Arbeitsabläufe durch den Auftragnehmer und nicht durch den Kunden;
  • Übernahme eines eigenen Unternehmerrisikos/Einstehen für den Leistungserfolg durch den Auftragnehmer;
  • Haftungsübernahme;
  • Bestehen des erforderlichen "Know-How" auf Seiten des Auftragnehmers.
(Quelle: www.zeitarbeit-und-recht.de)

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